Zeitenwende ist seit 2020 Teil der internationalen Bewegung für einen sinnvollen Umgang mit der Uhrzeit: INTERNATIONAL ALLIANCE FOR NATURAL TIME (IANT). Auf der Basis der aktuellen naturwissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse stehen gesundheitliche Aspekte bei der Wahl einer geeigneten Amtszeit ("bürgerliche Ortszeit") in allen Teilen der Welt, insbesondere für die europäischen Länder, im Fokus unserer Bemühungen.
Ein ausreichendes Verständnis der physikalischen und technischen Zusammenhänge bildet die Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Zeiteinteilung unseres Alltags. Über diese Zusammenhänge wurde die Öffentlichkeit bislang jedoch leider nur unzureichend informiert; die mangelhafte Wissenschaftskommunikation stellt bis heute ein erhebliches Versäumnis dar. Fehlendes oder missverstandenes Grundlagenwissen prägt bis heute die Diskussionen zu diesem Thema hat letztlich überhaupt erst zur Einführung der sogenannten „Sommerzeit“ geführt.
Ziel ist es, zu einem besseren Verständnis der bestehenden Zusammenhänge beizutragen, daraus die notwendigen Konsequenzen abzuleiten und entsprechend zu handeln. Diese Internetseite möchte dazu beitragen, die Sachlage fundierter zu bewerten und so den Weg zu einer längst überfälligen und sinnvolleren Gestaltung des gesellschaftlichen Alltags zu ebnen.
Wir befürworten, dass die Uhren ganzjährig auf eine für den jeweiligen Staat nachhaltige Ortszeit eingestellt werden. Die Informationen auf den hier angebotenen Internetseiten sollen aufklären und die notwendigen Hintergrundinformationen liefern, die das Verständnis für die Problematik der sogenannten „Sommerzeit“ fördern.
In der bisherigen Historie war die Anwendung einer bürgerlichen Ortszeit, die möglichst wenig von der wahren Ortszeit abweicht, die beste Voraussetzung, um öffentliche Gesundheit, Sicherheit, Bildung, Arbeit, Wirtschaft, Umwelt, bürgerliche Freiheiten und Menschenrechte zu gewährleisten.
Die wissenschaftliche Erkenntnislage hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Viele Aspekte, die heute als gesichert gelten, waren zum Zeitpunkt der Einführung der aktuellen Regelung noch nicht bekannt. Rückblickend wäre die Einführung der sogenannten „Sommerzeit“ unter den heutigen Voraussetzungen wohl kaum erfolgt. Leider wurde die geänderte Erkenntnislage nie zum Anlass genommen, dass die Handhabung kritisch hinterfragt, entsprechend angepasst und das Experiment "Sommerzeit" beendet wird. Aus diesem Grund ist eine möglichst zeitnahe Rückkehr zur dauerhaften Normalzeit dringend geboten.
Die sogenannte „Sommerzeit“ bedeutet für unseren Alltag, dass die Zeiger unserer Uhren on der Zeit von Ende März bis Ende Oktober verstellt werden. Sie zeigen dann nicht mehr die Zeit unserer Zeitzone an. Wir richten uns dadurch nach der osteuropäischen Zeit (OEZ), diese wird sehr irreführend als sogenannte „Mitteleuropäische Sommerzeit“ bezeichnet. Alle täglichen Aktivitäten beginnen dadurch für sieben Monate eine Stunde früher, insbesondere gehen wir früher schlafen und haben dadurch das Gefühl, dass es länger hell ist. Auch alle übrigen Aktivitäten finden für sieben Monate eine Stunde früher statt, so beispielsweise das morgendliche Aufstehen, da der Wecker immer eine Stunde früher klingelt.
→ Die „Sommerzeit“ auf der Karte
Literaturhinweise / Quellen:
1) Eastern European Summer Time (EEST) – Erklärung der Osteuropäischen Sommerzeit als UTC+3. https://www.timeanddate.com/time/zones/eest
2) Zeitzonen in Europa und DST‑Regeln – Übersicht über Standard- und Sommerzeiten in Europa: MEZ → MESZ, EET → EEST. https://www.timeanddate.de/sommerzeit/europa
3) European Summer Time – Explained – Zeigt, dass die Sommerzeit die Uhren formal in östlichere Zeitzonen verschiebt, obwohl sich der Sonnenstand nicht ändert.
https://everything.explained.today/European_Summer_Time/
4) Central European Summer Time (CEST) – Beschreibung der MESZ als UTC+2 während der Sommerzeit. https://en.wikipedia.org/wiki/Central_European_Summer_Time
Nein – Die Zeit selbst kann man nicht umstellen. Die tatsächliche Zeit hängt von astronomischen Gegebenheiten ab, vor allem von der Erdrotation und dem Sonnenstand, die den natürlichen Tag‑Nacht‑Rhythmus bestimmen. Menschen ändern lediglich die Anzeige auf der Uhr, also wie wir die Zeit zählen und beschreiben, nicht aber den Ablauf der natürlichen Zeit selbst. Die verstellten Uhren im Rahmen der sogenannten "Sommerzeit" betrifft nur unsere gesellschaftliche Zeitrechnung, während die Sonne weiterhin zur gleichen „wahren Sonnenzeit“ auf‑ und untergeht. Daher ist es sachlich korrekt zu sagen, dass wir nur unsere "Uhr‑Zeitanzeige" anpassen, nicht aber die wahre (astronomische) Zeit an sich.
Literaturhinweise / Quellen:
1) Daylight saving time, facts and information – National Geographic – erklärt, dass Sommerzeit die Uhren verschiebt, nicht aber die astronomische Zeit. -
https://www.nationalgeographic.com/science/article/daylight-saving-time
2) Zeitsystem – Wikipedia – beschreibt, dass Zeitmessung und Zeitsysteme auf der Erdrotation und Erdbewegung beruhen, nicht auf menschlichen Entscheidungen. -
https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitsystem
3) Zeitgleichung – Wikipedia – zeigt, wie sich wahre Sonnenzeit und Uhrzeit unterscheiden und dass Sonnenuhren nach der natürlichen Zeit gehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitgleichung
4) "Zeitumstellung" bei der sogenannten "Sommerzeit": Fact Sheet – Science Media Center – erklärt, dass "Sommerzeit" nur eine Änderung der sozialen Uhrzeit ist und den zirkadianen Rhythmus
verschiebt, nicht aber die astronomische Zeit selbst. - https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/fact-sheet/details/news/zeitumstellung
Nein — die sogenannte Sommerzeit verlängert nicht die tatsächliche Tageslichtdauer. Was im Sommer länger hell ist, wird durch die Neigung der Erdachse verursacht: Die Erdachse ist um etwa 23,45 ° gegenüber ihrer Umlaufbahn geneigt, wodurch die Nordhalbkugel in den Sommermonaten länger der Sonne zugewandt ist. Dadurch entstehen längere Tage und kürzere Nächte. Die Sommerzeit verschiebt lediglich unsere Uhrzeit, nicht aber die astronomische Realität des Sonnenlichts. Die Uhrumstellung verändert nur, wann wir das Tageslicht nach der Uhr erleben, nicht wie viel Tageslicht es tatsächlich gibt.
Literaturhinweise / Quellen:
1) StudySmarter – Neigung der Erdachse: Erklärt, dass die Erdachsenneigung die Ursache für längere Tage im Sommer ist.
https://www.studysmarter.de/schule/geographie/sonnensystem/neigung-der-erdachse/
2) NASA – Seasons and Earth’s Tilt: Beschreibt, dass der Wechsel der Jahreszeiten und längere Tage durch die Neigung der Erdachse entstehen. https://spaceplace.nasa.gov/seasons/en/
3) LEIFIphysik – Jahreszeiten: Erklärt den Zusammenhang zwischen Erdachsenschiefe und längeren Tageslichtzeiten im Sommer.
https://www.leifiphysik.de/astronomie/astronomie-einfuehrung/grundwissen/jahreszeiten
4) Sleep Foundation – Daylight Saving Time (DST): Stellt klar, dass Sommerzeit die Uhr verschiebt, nicht aber die astronomische Tageslichtdauer verändert.
https://www.sleepfoundation.org/circadian-rhythm/daylight-saving-time---
Die biologische Uhr, auch „innere Uhr“ genannt, ist ein natürlicher Zeitgeber im menschlichen Körper, der unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Sie orientiert sich vor allem am Wechsel von Licht und Dunkelheit und folgt einem etwa 24-Stunden-Rhythmus. Durch die sogenannte Sommerzeit wird jedoch nicht die echte Zeit verändert, sondern nur die Uhr vorgestellt. Dadurch müssen viele Menschen früher aufstehen, als es ihrer inneren Uhr entspricht. Die biologische Uhr kann sich daran oft nur schwer anpassen, weil sie weiterhin dem natürlichen Tageslicht folgt. Das führt dazu, dass der Körper aus dem Gleichgewicht gerät. Häufige Folgen sind Müdigkeit, Schlafprobleme und geringere Leistungsfähigkeit.
Literaturhinweise / Quellen:
1) Encyclopaedia Britannica – Circadian Rhythm - Beschreibt den circadianen Rhythmus als 24‑Stunden‑System, das Schlaf‑Wach‑Zyklen, Hormonproduktion und viele Körperfunktionen steuert.
https://www.britannica.com/science/circadian-rhythm
2) Sleep Foundation – What Is Circadian Rhythm? - Erklärt, dass die innere Uhr durch Licht‑Dunkel‑Signale im Gehirn synchronisiert wird und die Schlaf‑Wach‑Phasen steuert.
https://www.sleepfoundation.org/circadian-rhythm
3) National Institute of General Medical Sciences – Circadian Rhythms - Beschreibt die biologische Uhr auf molekularer Ebene und wie Lichtinformation von der Netzhaut zur Steuerung der
Rhythmen genutzt wird. https://nigms.nih.gov/education/fact-sheets/Pages/circadian-rhythms
4) TK – Die inneren biologischen Uhren - Erklärt, dass der circadiane Rhythmus ein endogener 24‑Stunden‑Rhythmus ist, der durch den Hell‑Dunkel‑Wechsel gesteuert wird und Schlaf‑Wach‑Phasen
beeinflusst. https://www.tk.de/techniker/gesundheit-foerdern/stress-entspannung/besser-schlafen/innere-biologische-uhr-2006868
Weil sie den Alltag künstlich verschiebt, sodass Menschen gegen ihre innere Uhr leben müssen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Chronobiologie zeigen, dass damit gesundheitliche Probleme einhergehen. Schlafstörungen sind nur ein Beispiel dafür. Auch eine verminderte Leistungsfähigkeit im Alltag, durch weniger Schlaf, ist bei vielen Menschen ein Resultat der sogenannten „Sommerzeit“. Besonders anschaulich wird dies, wenn man auf einer Uhr auch vom März bis Oktober die Normalzeit anzeigen lässt. Dadurch erkennt man anschaulich, wie vermehrte Müdigkeit und „Sommerzeit“ miteinander in Verbindung stehen. Besonders an den Tagen, unmittelbar nachdem die Zeiger im März verstellt werden ist dies zu bemerken.
Literaturhinweise / Quellen:
1) American Academy of Sleep Medicine – Position Statement zu "DST" - Die Fachgesellschaft stellt fest, dass die Umstellung auf Sommerzeit die innere Uhr stört und mit Schlafverlust,
verminderter Leistungsfähigkeit und gesundheitlichen Risiken verbunden ist. https://aasm.org/statement-on-daylight-saving-time/
2) European Chronobiology Council – DST Statement - Der Rat der europäischen Chronobiologen schreibt, dass die Sommerzeit die interne (biologische) Uhr stört, Schlafrhythmen verschiebt und zu
chronischen Problemen führen kann. https://www.euro‑chrono.org/daylight‑saving‑time.html
3) CDC – Sleep and Circadian Rhythms - Die Centers for Disease Control erklären, dass Zeitumstellungen (wie DST) die circadianen (inneren) Rhythmen stören und kurzfristig zu Schlafstörungen,
Müdigkeit und Leistungsabfall führen können. https://www.cdc.gov/sleep/about_sleep/circadian_rhythms.html
4) Karolinska Institutet – Forschung zu DST und Gesundheit - Studien des Karolinska Institutet zeigen, dass die Umstellung auf Sommerzeit die biologische Uhr aus dem Takt bringt und mit einem
Anstieg von Schlafproblemen, Herzproblemen und verminderter Leistungsfähigkeit einhergeht. https://ki.se/en/news/daylight-saving-time-shifts-disrupt-sleep-and-health
Ein normaler Jetlag entsteht, wenn man über mehrere Zeitzonen reist und die innere Uhr nicht mehr zur Ortszeit passt. Der Körper braucht dann einige Tage, um sich an den neuen Tag-Nacht-Rhythmus anzupassen. Sozialer Jetlag hingegen tritt ohne Reise auf und entsteht im Alltag, wenn die biologische Uhr nicht mit den gesellschaftlichen Anforderungen wie Schul- oder Arbeitszeiten übereinstimmt. Betroffene müssen dann oft früher aufstehen, als es ihrem natürlichen Schlafrhythmus entspricht. Während normaler Jetlag also durch eine äußere Zeitverschiebung verursacht wird und nur vorübergehend ist, kann sozialer Jetlag dauerhaft bestehen bleiben. Beide führen zu ähnlichen Beschwerden wie Müdigkeit und Konzentrationsproblemen. Der entscheidende Unterschied liegt somit in der Ursache: Reise versus Alltag.
Literaturhinweise / Quellen:
1) Social jetlag: misalignment of biological and social time – klassischer wissenschaftlicher Artikel, der sozialen Jetlag als Diskrepanz zwischen biologischer Uhr und sozialen Anforderungen
beschreibt. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16687322/
2) Social jetlag (Wikipedia) – erklärt den Begriff als Mismatch zwischen sozialer Zeit (z. B. Schul‑/Arbeitszeiten) und biologischer Zeit, ähnlich wie im Alltag‑ vs. Reise‑Jetlag.
https://en.wikipedia.org/wiki/Social_jetlag
3) Chronotype and Social Jetlag: A (Self‑) Critical Review (MDPI) – beschreibt, wie sich soziale Zeit und die innere Uhr auseinanderentwickeln und den sozialen Jetlag verursachen.
https://www.mdpi.com/2079-7737/8/3/54
4) A Cross‑Sectional Study of the Associations between Chronotype, Social Jetlag and Subjective Sleep Quality – erklärt social jetlag als Unterschied zwischen Schlafzeiten an Arbeitstagen und
freien Tagen, der durch gesellschaftliche Vorgaben entsteht. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7445814/
Schlaf spielt eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit, da sich der Körper in dieser Zeit regeneriert und wichtige Prozesse verarbeitet. Ausreichender Schlaf stärkt das Immunsystem, verbessert die Konzentration und sorgt für körperliches sowie seelisches Wohlbefinden. Wird der Schlaf gestört oder verkürzt, kann das zu Müdigkeit, Leistungsabfall und langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen. Die sogenannte Sommerzeit trägt dazu bei, dass viele Menschen weniger Schlaf bekommen, da sie für sieben Monate (von März bis Oktober) eine Stunde früher aufstehen müssen. Dadurch gerät die innere Uhr aus dem Gleichgewicht. In der Folge können Schlafmangel und gesundheitliche Belastungen zunehmen.
Literaturhinweise / Quellen:
1) Sleep Foundation – Schlaf und Immunsystem - Schlaf stärkt das Immunsystem und unterstützt die Abwehr von Krankheitserregern.
https://www.sleepfoundation.org/physical-health/how-sleep-affects-immunity
2) Deutsche Stiftung Schlaf – Warum Schlaf wichtig ist Schlaf dient der körperlichen und geistigen Erholung, stärkt Gesundheit, Energie und Leistungsfähigkeit.
https://www.deutschestiftungschlaf.org/warum-schlaf-wichtig-ist/
3) AOK – Schlaf für Körper und Psyche - Schlaf optimiert Stoffwechsel, stärkt Immunsystem, senkt Blutdruck und ist wichtig für Herz‑Kreislauf‑Gesundheit.
https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/schlaf/warum-schlaf-wichtig-fuer-koerper-und-psyche-ist/
Die sogenannte Sommerzeit hat auch wirtschaftliche Folgen, vor allem durch Schlafmangel und gesundheitliche Probleme. Wenn Menschen dauerhaft gegen ihre innere Uhr leben, sinken Konzentration und Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz. Das kann zu mehr Fehlern, geringerer Produktivität und höheren Unfallzahlen führen. Zusätzlich entstehen Kosten im Gesundheitssystem, etwa durch Schlafstörungen oder stressbedingte Erkrankungen. Insgesamt wird der wirtschaftliche Schaden auf hohe Milliardenbeträge pro Jahr geschätzt. Damit verursacht die Sommerzeit eher zusätzliche Kosten, anstatt wirtschaftliche Vorteile zu bringen.
Literaturhinweise / Quellen:
1) Studie über Produktivitätsverluste durch Sommerzeit
Productivity losses in the transition to Daylight Saving Time: Evidence from hourly GitHub activity – zeigt, dass die Umstellung auf DST zu messbaren Einbußen in Arbeitsaktivität und
Produktivität führt. Produktivity losses in the transition to Daylight Saving Time (ScienceDirect)
2) Artikel über die wirtschaftlichen Kosten von DST
The Economic Cost of Daylight Savings Time – diskutiert Gesundheits‑, Unfall‑ und Produktivitätskosten, die durch DST entstehen und beziffert sie in den USA. The Economic Cost of Daylight
Savings Time (SoFi)
3) Forschung zu Wohlergehen und Folgen durch die sogenannte „Sommerzeit“
The Welfare Effects of Time Reallocation: Evidence from Daylight Saving Time – belegt, dass DST durch Schlafstörungen und Zeitdruck das Wohlbefinden beeinflusst, was auch wirtschaftliche
Auswirkungen haben kann. The Welfare Effects of Time Reallocation (IZA / Cato Institute)
4) Analyse der Kosten von „Sommerzeit‑Effekten“ auf Gesundheit und Produktivität
Are we underestimating the costs of daylight saving time? – zeigt, dass Schlafverlust und verringerte Produktivität nach der Zeitumstellung wirtschaftliche Folgen haben und Kosten pro Kopf
entstehen können. Are we underestimating the costs of daylight saving time? https://www.lse.ac.uk/research/research-for-the-world/health/end-daylight-saving-time
Zwar wurde Sommerzeit ursprünglich eingeführt, um Energie zu sparen, aber moderne Untersuchungen deuten darauf hin, dass dieser Effekt heute entweder sehr klein, uneinheitlich oder in manchen Kontexten sogar negativ ist — also insgesamt kein Energiespareffekt bewirkt wird, oft entsteht sogar ein höherer Energiebedarf, etwa wenn Treibstoff- oder Heizenergie bei den Überlegungen mit einbezogen wird.
Literaturhinweise / Quellen:
1) Studie aus Indiana (USA): DST erhöhte den Stromverbrauch – Haushaltserhebung zeigt, dass durch Sommerzeit der residential electricity demand um etwa 1 % steigt.
https://www.nber.org/papers/w14429
2) Literaturübersicht zur Sommerzeit und Energie – Viele Studien zeigen keinen Energie‑Nutzen oder sogar einen höheren Energiebedarf, etwa wenn Treibstoff- oder Heizenergie mit einbezogen
wird. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301421507002273
3) Analyse über europäischen Energieverbrauch – Zeigt, dass die gog. Sommerzeit zwar den Beleuchtungsbedarf senkt, aber Heiz‑ und Kühlbedarf steigen können, wodurch netto wenig gespart oder
sogar mehr Energie verbraucht wird. https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=5811703
4) Moderne Übersichtsarbeit zu "Sommerzeit‑Effekten" bei Gebäuden – Ergebnisse zeigen, dass durch veränderte Heiz‑ und Kühlanforderungen der Energiebedarf durch die sogenannte "Sommerzeit"
oft gar nicht sinkt oder sogar steigt. https://www.mdpi.com/1996-1073/18/8/2088
Kinder und Jugendliche sind durch die sogenannte Sommerzeit besonders stark negativ betroffen, weil ihr Schlafbedarf höher und ihre innere Uhr noch nicht voll angepasst ist. Die Umstellung auf „Sommerzeit“ raubt ihnen effektiv Schlaf, was bei ohnehin schon spätem Schlaf‑Rhythmus (vor allem bei Jugendlichen) zu größerem Schlafverlust, erhöhter Tagesmüdigkeit und schlechterer Leistungsfähigkeit führt als bei Erwachsenen. Studien zeigen, dass nach der Zeitumstellung bei Jugendlichen die Schlafdauer deutlich sinkt und Aufmerksamkeit sowie Reaktionsfähigkeit abnehmen, was negative Effekte auf Schule und Gesundheit haben kann. Insbesondere „Abend‑Typen“ (späte Chronotypen) sind stärker betroffen, weil sie durch die frühere Weckzeit noch gegen ihre innere Uhr leben müssen.
Literaturhinweise / Quellen:
1) Medina et al. (2015): Adverse Effects of DST on Adolescents’ Sleep and Vigilance – Diese Studie zeigt, dass nach der Umstellung auf Sommerzeit bei High‑School‑Schülern die Schlafdauer
deutlich sinkt und Tagesmüdigkeit sowie Abnahme der Aufmerksamkeit auftreten. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4513265/
2) Medina et al. – PubMed‑Eintrag zur o. g. Studie – Der Abstract bestätigt die oben genannten Effekte von DST auf Schlaf und Vigilanz bei Jugendlichen.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25979095/
3) Übersichtsartikel: Auswirkungen der Sommerzeit‑Umstellung auf Schlaf – Wissenschaftliche Überprüfung zeigt, dass die Zeitumstellung Schlafmechanismen stört und zu einem Netto‑Schlafverlust
über mehrere Tage beiträgt. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1087079212001141
4) Projekt Baseline Health Study – Schlaf und "Sommerzeit" – Auch hier wird diskutiert, dass die Zeitumstellung Schlaf‑Wach‑Rhythmen stören kann, was mit vermehrter Müdigkeit und
langfristigem Schlafverlust verbunden ist. https://sleep.biomedcentral.com/articles/10.1186/s41606-022-00082-w
Aus wissenschaftlicher Sicht wird in der Debatte um die Zeitumstellung eine dauerhafte Normalzeit (Winterzeit) empfohlen statt einer dauerhaften Sommerzeit oder der Beibehaltung des halbjährlichen Wechsels. Studien zeigen, dass die normale Zeit besser mit dem natürlichen Sonnenstand und den menschlichen zirkadianen Rhythmen übereinstimmt, was Schlafqualität und Gesundheit fördert und Risiken wie Herz‑Kreislauf‑Probleme reduziert. Wissenschaftliche Fachgesellschaften für Schlafforschung und Chronobiologie plädieren daher für dauerhafte Standardzeit ohne Zeitumstellung. Wie sehr neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Chronobiologie wertzuschätzen sind, sieht man auch daran, dass 2017 der Nobelpreis für Medizin an drei Forscher für die Funktionsweise der Inneren Uhr, die den Biorhythmus von Lebewesen steuert, verliehen wurde.
Literaturhinweise / Quellen:
1. „Debunking myths … permanent standard time“ – J Clin Sleep Med (Britannica/Sleep Med). [Debunking myths about DST – PubMed
Central](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10476036/?utm_source=chatgpt.com)
2. tagesschau: Wissenschaft favorisiert Normalzeit. [Sommerzeit‑Normalzeit‑Debatte
(tagesschau.de)](https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/zeitumstellung-normalzeit-100.html?utm_source=chatgpt.com)
3. American Academy of Sleep Medicine position: permanent standard time. [AASM position on DST – PubMed
Central](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7954020/?utm_source=chatgpt.com)
4. Web.de‑Artikel: Chronobiologen empfehlen dauerhafte Normalzeit. [Studie: Empfehlung für Normalzeit statt
Zeitumstellung](https://web.de/magazine/wissen/zeitumstellung/dauerhafte-sommer-winterzeit-deutliche-empfehlung-forschern-41503048?utm_source=chatgpt.com)
5) Wissenschaftliche Fachgesellschaften für Schlafforschung und Chronobiologie: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10476036/?utm_source=chatgpt.com "Debunking myths about daylight
saving time: ten things everyone should know about the benefits of permanent standard time - PMC"
6) US-Wissenschaftler enträtseln Innere Uhr - https://www.ardalpha.de/wissen/nobelpreis/nobelpreis-2017-medizinnobelpreis-medizin-100.html
Seit dem 26. Oktober 2025 gilt in Deutschland wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Sie entspricht für große Teile des Landes auch der geografisch richtigen Zeitzone. Zuvor galt sieben Monate lang die sogenannte "Sommerzeit", die tatsächlich der Osteuropäischen Zeit (OEZ) entspricht. Diese orientiert sich an der mittleren wahren Ortszeit des 30. Längengrads Ost. Die Diskussion über die Abschaffung der Zeitumstellung wird bereits seit vielen Jahren geführt. Nun kommt endlich wieder Bewegung in das Thema: Spanien plant, sich auf EU-Ebene ab dem kommenden Jahr für ein Ende der Sommerzeit einzusetzen.
Während der Zeit, in der unsere Uhren nach der falschen Zeitzone ausgerichtet sind, läuft hier der Countdown zur Umstellung. Ab Ende Oktober wechseln wir dann wieder von der Osteuropäischen Zeit (OEZ) zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ).
Countdown bis zur Normalzeit (MEZ)
PRESS RELEASE – October 21, 2020 – EUROPE & NORTH AMERICA
Natural Time: An Easy, Inexpensive, and Necessary Step Toward a Healthier Society
European and North American NGOs and advocates for healthy time-use have joined to form the International Alliance for Natural Time. Backed by renowned scientists and experts in the fields of chronobiology, neuroscience, economic science, and social science, the Alliance emphasizes natural time for health, safety, education, economy, and environment. They urge governments on both continents to restore permanent, sun-based time zones as soon as possible, preferably before March of 2021.
Sleep Deprivation
Wrongly set clocks continually force the population to wake before sunrise, leading to structural sleep deprivation and disruption to biological clocks. The circadian system directs all bodily processes, and it takes cue from local sunlight—not by clocks on phones. To ignore this reality affects quality of sleep, mental and physical health, performance at work, school, and on the road, and economy at large.
Sleep deprivation has been calculated to cost at least 1% of annual gross domestic product (more than $200 billion in the US, and over €165 billion in the Eurozone. Furthermore, artificially advanced clocks increase demand both for morning heat and evening air conditioning, which increases energy costs, waste, and pollution.
Social Clocks vs Natural Time
In too many nations, people suffer misalignment between social clock and natural time. Most of Europe and North America set clocks an hour ahead of their naturally appropriate time zone each spring for daylight saving time (DST). Also, most of Western Europe (Benelux, France, and Spain) have observed Central European time since World War II, adding another hour of misalignment.
From every relevant field, expert consensus is clear: clocks should permanently reflect the most geographically appropriate, sun-based time zone. For Germany it is Central European Time (UTC+1); for Benelux, France, Spain, and the United Kingdom it is Western European Time (UTC); for Portugal, Ireland, and Iceland it is Azores Time (UTC-1). In North America, each state and province should restore its permanent standard time (the only path permitted by the 1966 Uniform Time Act).
For Health and Economy
The Alliance is providing citizens and politicians with reliable information about the importance—especially amid COVID—of returning permanently to solar-based time zones. They ask European national authorities and state/provincial and federal governments of North America to acknowledge the evidence and restore natural time zones, before the next scheduled clock change in March of 2021.
Expert References
Experts have repeatedly spoken against Daylight Saving Time (DST) and seasonal clock shifts.
For more information on the participating organisations please visit our website: http://naturaltimealliance.org
Am 29.03.2026 wurden die Zeiger unserer Uhren wieder verstellt. Schon längst wollte die EU diese Handhabung ändern. Weiterhin ist eine Petition aktiv:
Im März 2019 sprach das Europäische Parlament die magischen Worte: “Wir wollen eine gesetzlich geltende Zeit ohne Änderungen, mit Respekt für unsere Gesundheit und unsere Umwelt.“
Hier gehts zur Petition:
→ Petition zur Abschaffung der Regelung zur sogenannten "Sommerzeit"
29.03.2026__________________________
Warum unsere Uhren bald wieder (halbwegs) richtig gehen
Am kommenden Sonntag werden die Zeiger unserer Uhren wieder umgestellt – die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), auch Normalzeit genannt, kehrt zurück. Aus astronomischer Sicht entspricht sie
der Ortszeit am 15. Längengrad Ost. Auf diesem Meridian liegt zum Beispiel die Stadt Görlitz. Für Kaiserslautern, das auf etwa 7,5° östlicher Länge liegt, bedeutet das: Zwischen unserer
tatsächlichen Ortszeit und der Uhrzeit, nach der wir im Alltag leben, besteht ein Unterschied – unsere Uhren gehen rund 30 Minuten vor. In den vergangenen Monaten – also von März bis
Oktober – richteten wir uns nach der sogenannten "Sommerzeit". Sie entspricht der Zeit am 30. Längengrad Ost, der weit im Osten Europas verläuft, etwa durch die Stadt Kiew. Daher wird
diese Zeitzone auch „osteuropäische Zeit“ genannt.
Für große Teile Europas heißt das, dass wir unseren Alltag nach einer Zeitvorgabe richten, die gar nicht zu unserem geografischen Standort passt. Bei uns in Kaiserslautern gingen die
Uhren in den letzten Monaten deshalb sogar rund anderthalb Stunden „falsch“ – verglichen mit der tatsächlichen Sonneneit. Diese Verschiebung bleibt nicht ohne Folgen: Studien zeigen
eindeutig, dass die Zeitumstellung Auswirkungen auf Gesundheit, Wirtschaft und Umwelt haben kann. Eigentlich sollte die halbjährliche Uhrumstellung laut einem EU-Beschluss schon 2018
abgeschafft werden. Passiert ist bisher jedoch wenig. Nun bringt ein neuer Vorschlag aus Spanien das Thema wieder auf die europäische Agenda – vielleicht ein Hoffnungsschimmer für alle,
die das ewige Hin und Her mit der Uhr leid sind und sich die dauerhafte Beibehaltung einer geografisch angepassten Zeit wünschen - bei uns in KL wäre weitestgehend die MEZ. Weiter
Informationen hier:
https://timeuse.barcelona/the-time-use-initiative-welcomes-the-fact-that-the-debate-on-eliminating-the-biannual-clock-change-is-back-on-the-agenda-of-the-commission-and-the-european-council/
Um die öffentliche Unterstützung für diese neuen Entwicklungen zu präsentieren und zu erhöhen, rufen wir alle auf, unsere YouMove Europe-Petition „Sind Sie es leid, die Uhr zweimal im Jahr zu wechseln?“ zu unterschreiben und zu teilen.
Diese Petition ist jetzt in 27 Sprachen verfügbar und gibt europäischen Bürgern die Möglichkeit, ihre Unterstützung für Natural Time zu zeigen. Unterschreiben und verbreiten Sie diesen Link - je mehr Unterzeichner, desto klarer unsere Botschaft!
31.03.2025__________________________Members of the European Parliament urge the European Commission to end Clock Change by 2026
● On March 30, European citizens will move their clocks forward one hour, transitioning towards daylight saving time. Despite the vast scientific evidence on its negative effects in public health and the economy, clock change continues.
Trump will Sommerzeit abschaffen
Aus astronomischer Sicht längst überfällig: Wird die sog. "Sommerzeit" endlich abgeschafft? Was auch immer die Amtszeit von Trump in den USA bringen mag, zu seinen erklärten Zielen gehört offenbar, dass endlich die sog. "Sommerzeit" abgeschafft werden soll. Schon 2018 hat auch das EU-Parlament die Abschaffung beschlossen, allerdings kam dann Corona. Die längst überfällige Abschaffung steht seither noch immer aus. Durch die Abschaffung in den USA könnte auch in der EU endlich ein Umdenken bewirkt werden und dieses Thema dann endgültig zu einem Ende führen. Hoffentlich bald ...
Trump will Sommerzeit abschaffen
14.12.2024__________________________
Die Petition der Barcelona Time Use Initiative will das Thema wieder in die Aufmerksamkeit des Europäischen
Parlaments rücken:
Please help and sign the petition
The European Right to Time manifesto of our partner the Barcelona Time Use Initiative has helped to bring the topic back to the attention of the European Parliament.
In addition, and because the progress of the abolition depends largely on the indecisiveness of the Member States, the International Alliance for Natural Time has started a Europe-wide petition to persuade the relevant ministers of the Member States to finally take a decision in this matter.
Sign and spread the word - the more signatories, the clearer our message!
https://action.wemove.eu/sign/2024-10-are-you-sick-and-tired-of-changing-the-clock-twice-a-year-EN
06.11.2024__________________________
Zurück zur Normalzeit
In der kommenden Nacht werden die Zeiger der Uhren wieder auf die Normalzeit umgestellt. Das bedeutet, dass für die nächsten 5 Monate die Uhren in vielen Bereichen der Welt - so auch in
weiten Teilen von Deutschland - wieder der geographischen Zeitzone entsprechen. In Deutschland zeigen die Uhren dann wieder die "Mitteleuropäische Zeit" (MEZ) an, also die aus
geographisch/astronomischer Sicht einzig richtige Uhrzeit.
Längst wollte die EU die Verstellung der Zeiger und die damit verbundenen Probleme (Kosten, Gesundheit, etc.) abschaffen, leider hat man es bisher immer noch nicht geschafft. Wieso ist
die MEZ für den größten Teil von Deutschland die bessere Lösung und warum die „Sommerzeit-Regelung“ ein Fehler ist? - Hier kann man es sich mit einem Blick auf die Europakarte
verdeutlichen:
https://www.mathe-physik-technik.de/links/die-sommerzeit-auf-der-karte/
In der Nacht vom 30.03. auf den 31.03.2024 wurden die Uhren wieder von der mitteleuropäischen Normalzeit (MEZ) auf die sog. "Sommerzeit" umgestellt.
Aktueller Beitrag zum Thema: Alles eine Stunde früher
31.03.2024__________________________
Ab morgen (29.10.2023) gilt in Deutschland wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Während der letzten sieben Monate waren die Uhren bei uns auf die Osteuropäische Zeit (OEZ) eingestellt
(diese wird auch oft als "Sommerzeit" bezeichnet). Das hatte zur Folge, dass wir alles einfach eine Stunde früher erledigen müssen. Der Gedanke dabei war ursprünglich, dass mehr
Tageslicht genutzt werden sollte und Energie eingespart wird. Geklappt hat das allerdings nicht! Eine Abschaffung wurde bereits 2019 vom EU-Parlament beschlossen, allerdings warten wir
noch immer auf eine Umsetzung dieses Beschlusses!
Weitere Argumente für eine Abschaffung der "Sommerzeit-Regelung" hat Fokus-Online zusammengestellt:
Sechs Gründe, warum wir
die Zeitumstellung sofort abschaffen müssen!
In der Nacht vom 25.03. auf den 26.03.2023 wurden die Uhren wieder von der mitteleuropäischen Normalzeit (MEZ) auf die sog. "Sommerzeit" umgestellt.
Bis unsere Uhren wieder auf die mitteleuropäische Zeit umgestellt werden:
Information vom 30.11.2022:
Heute werden die Uhren wieder auf die mitteleuropäische Normalzeit umgestellt
Um 3 Uhr werden die Uhren um eine Stunde von Sommerzeit auf mitteleuropäische Zeit zurückgestellt. Das sorgt weiter für Kritik. Nach einer aktuellen Erhebung in der Krankenkasse DAK-Gesundheit befürworteten 77 % die Abschaffung der "Zeitumstellung". Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin befürwortet in der Debatte eine Beibehaltung der mitteleuropäischen Normalzeit - also der sog. "Winterzeit". Im folgenden Video gibt Hr. Dr. Weeß eine Stellungnahme aus wissenschaftlicher Sicht zu diesen Thema ab (ab Zeitindex 2:35).
→ Uhren werden in der Nacht zu Sonntag eine Stunde zurückgestellt (ARD-Mediathek)
30.10.2022__________________________
Frühaufsteher freuen sich:
Vom 26. auf den 27.03.2022 wurden mal wieder die Uhren verstellt, d.h. ab sofort gilt "alles eine Stunde früher" für die nächsten 7 Monate, denn die
Uhren wurden umgestellt und nicht die Zeit! Das bedeutet: 6:00 Uhr bleibt 6:00 Uhr, egal wie man am Zeiger dreht! Wenn aber ab jetzt 6:00 Uhr auf den Uhren angezeigt wird, dann müssen wir bedenken, dass der Zeiger
vorstellt ist und zu dem Zeitpunkt eigentlich auf 5:00 Uhr stehen müsste. Wir stehen also jeden Tag eine Stunde zu früh auf. Auch alle
anderen Dinge machen wir natürlich eine Stunde früher.
Eigentlich sollte dieser Schildbürgerstreich längst ein Ende haben, so wurde es von der Politik versprochen. Die ursprünglich erhoffte Energieeinsparung findet nachweislich nicht statt,
die sog. "Sommerzeit" hat also ihren eigentlichen Sinn völlig verfehlt. Im Gegenteil! Sie kostet Geld und belastet die Gesundheit, das zeigen wissenschaftliche Untersuchungen,
insbesondere im Bereich der Chronobiologie. - Leider ist die längst überfällige Abschaffung der aktuellen Regelung bisher nur ein uneingelöstes Versprechen der Politik geblieben.
Hoffentlich wird dieses Problem dann doch bald in Angriff genommen, es wird höchste Zeit! Die Hoffnung stirbt zuletzt...
Auch Quarks hat wieder einen schönen Beitrag zum Thema erstellt. Sehr sehenswert!
→ Unsere innere Uhr: Darum haben wir Probleme mit der "Zeitumstellung". (ARD-Mediathek)
27.03.2022__________________________
In der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober 2021 war es endlich wieder soweit: Der alljährliche Schildbürgerstreich wurde wieder beendet. Die Uhren wurden
in Europa wieder auf die mitteleuropäische Zeit (MEZ = UTC+1) zurückgestellt. Zunächst folgt nun wieder einer der gefährlichsten Montage des Jahres mit etwa 8% mehr Verkehrsunfällen in
Deutschland als an einem gewöhnlichen Montag. 2021 sollte mit der Umstellung Schluss sein - so zumindest das Versprechen der Politik. Das EU-Parlament hat die
Abschaffung bereits beschlossen. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik die mahnenden Worte der Medizinier berücksichtigt, die richtige Entscheidung trifft und dann für Deutschland wieder
dauerhaft zur mitteleuropäischen Normalzeit zurückkehrt. Was das Versprechen von Hr. Junker von 2018 wert ist, das wird sich zeigen. Man darf gespannt sein.
31.10.2021__________________________
Update - 21. Juli 2021
Konferenz zur Zukunft Europas - Beitrag im Bereich Bildung:
→ Schulbildung effizienter gestalten - Chronobiologische Entwicklung Jugendlicher berücksichtigen.
21.07.2021__________________________
Update - 23. Okt. 2020
Stellungnahme der Deutsche Gesellschaft für Zeitpolitik e.V.
23.10.2020__________________________
Update - 10. Okt. 2020
Europäische und nordamerikanische Nichtregierungsorganisationen haben sich am 10. Oktober 2020 zur INTERNATIONALEN ALLIANZ FÜR NATÜRLICHE ZEIT zusammengeschlossen. Ziel ist eine Rückkehr zu einem gesünderen Leben nach der inneren Uhr des Menschen durch eine dauerhafte Beibehaltung der Mitteleuropäischen Normalzeit (MEZ) für Deutschland.
→ Weitere Informationen hier: https://naturaltimealliance.org/en/
23.10.2020__________________________
Update - 03. Dez. 2019
Eine kleine Mehrheit der Vertreter der EU-Schlafforschung stimmte gegen die Zeitumstellung und alle mit Ausnahme von Schweden befürworten eine dauerhafte Standardzeit für den Fall, dass die Zeitumstellung eingestellt wird.
05.12.2019__________________________
Noch keine Einigung
Bislang konnten sich die Europäer leider nicht auf eine Lösung zur Abschaffung der sog. "Sommerzeit" einigen. Das Versprechen von J.-C. Juncker steht! Man darf gespannt
sein, ob die Politik mehr als leere Versprechen liefert und dabei auch die notwendigen medizinischen und naturwissenschaftlichen Gegebenheiten berücksichtigt.
Sektrum der Wissenschaft → Die Studienlage ist eindeutig: Wir sollten die permanente "Winterzeit"
einführen
Weitere aktuelle Informationen gibt es hier: → https://www.beteretijden.org/
26.10.2019 / 28.10.2019__________________________
Straßburg: EU-Parlament stimmt für Ende der Zeitumstellung 2021
Das Ende der Zeitumstellung ist endlich einen weiteren Schritt vorangekommen. Das Europäische Parlament hat sich für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen. Das ist das Ergebnis einer
Abstimmung in Straßburg. Bis April 2020 soll in den europäischen Staaten die Entscheidung getroffen werden, welche Zeit künftig dauerhaft gelten soll. Deutschland liegt größtenteils in
der mitteleuropäischen Zeitzone (der westliche Rand ragt sogar teilweise in die westeuropäische Zeitzone). Momentan wird in Deutschland während der Wintermonate die mitteleuropäische Zeit
(MEZ) und während der Sommermonate die osteuropäische Zeit (OEZ) als amtliche Zeit verwendet.
→ Link zum Spiegel-Bericht vom 26.03.2019
26.03.2019__________________________
Ausschuss im Europaparlament stimmt für Ende der Zeitumstellung 2021
Die Pläne zur Abschaffung der Zeitumstellung in der EU sind einen kleinen Schritt vorangekommen. Der zuständige Verkehrsausschuss im Europaparlament in Brüssel stimmte am Montag für die Abschaffung im Jahr 2021. 23 Abgeordnete stimmten dafür, 11 dagegen, Enthaltungen gab es nicht.
→ Link zum Merkur-Bericht vom 05.03.2019
06.03.2019__________________________
Pressemitteilung:
von: Hubertus Hilgers, Arzt und Dr. Peter Spork, Biologe und Wissenschaftsautor
Diese Pressemitteilung können Sie auch HIER im .pdf Format herunterladen.
Das wäre eine simple und vermutlich äußerst effektive Maßnahme zur Gesundheitsprävention. Durch die so genannte Sommerzeit (MESZ; eigentlich Osteuropäische Zeit, OEZ) steigen vermutlich Gesundheitsrisiken bei vier Fünfteln der Bevölkerung.
So lautet das Fazit aus jahrzehntelanger und jüngst nobelpreisgekrönter chronobiologischer Grundlagenforschung. Es erstaunt, dass sich in den Parlamenten der EU und Deutschlands dennoch keine Mehrheit für eine simple, rundum positive Maßnahme ohne negative Begleiterscheinungen findet: die Uhren-Umstellung endlich abzuschaffen.
(Erlangen / Hamburg , 19.03.2018)
In zahlreichen Ländern der Europäischen Union (EU) haben sich mittlerweile Initiativen zur dauerhaften Beibehaltung der Normalzeit gegründet.
Sehr viele Bürger und Politiker etwa aus Finnland, Polen, Ungarn, Tschechien, den Niederlanden, Belgien und Frankreich, aber natürlich auch aus Deutschland oder Österreich fordern im Rahmen dieser Initiativen eine Abschaffung der Uhren-Umstellung auf die so genannte Sommerzeit. Das EU-Parlament hat nicht zuletzt als Reaktion darauf im Februar 2018 beschlossen, die Folgen einer solchen Änderung eingehend zu prüfen.
Am kommenden Wochenende steht erneut eine Uhren-Umstellung an. Wir werden danach sieben Monate in einer Zeitzone leben (OEZ), die eigentlich für die Ukraine, Weißrussland oder Griechenland gedacht ist. Das bleibt nicht ohne Folgen, weshalb wir (Hubertus Hilgers, Peter Spork) hier die wichtigsten Argumente für eine Rückkehr zur ganzjährigen Normalzeit anführen möchten.
Im Anhang findet sich zudem eine Stellungnahme des renommierten Chronobiologen Till Roenneberg (LMU München), der den aktuellen Stand der Wissenschaft zum Thema zusammenfasst.
Weite Teile der europäischen Bevölkerung leiden mehr oder weniger bewusst unter den negativen Folgen der Uhren-Umstellung. Grob geschätzt handelt es sich dabei um jene vier Fünftel der Menschen, die Werktags einen Wecker zum Aufstehen benötigen. Der einst erhoffte wirtschaftliche Nutzen der MESZ hat sich nicht eingestellt. „Gemessen an der Zielsetzung des Stromsparens ist die Sommerzeit ein Flop“, schreibt die Neue Zürcher Zeitung über die Resultate einer aktuellen Metaanalyse zum Thema (https://www.nzz.ch/wirtschaft/diesommerzeit-ist-ein-flop-ld.1335861).
Es mag wichtigere Probleme auf dieser Welt geben als die erzwungene Verstellung der Uhren. Aber es gibt auch nur wenige Dinge, die leichter zu ändern sind. Je nach Rechtsauffassung müssten die EU-Kommission und/oder die Regierungen der Mitgliedsländer lediglich beschließen, die Uhren nicht mehr zu verstellen. Es gäbe überhaupt keinen weiteren Aufwand.
Nichts müsste zusätzlich geschehen. Diese Maßnahme sparte sogar Geld: Direkt, weil die Verstellungskosten wegfielen. Und indirekt, weil ein großer Teil der Bevölkerung nach den Vorhersagen der chronobiologischen Grundlagenforschung sehr wahrscheinlich gesünder, kreativer, besser gelaunt und ausgeschlafener wäre. (Der Rest der Bevölkerung hätte keinen Schaden.)
Chronischer Schlafmangel und ein Leben im falschen biologischen Rhythmus erhöhen vielen wissenschaftlichen Befunden zufolge das Risiko für fast alle Volkskrankheiten, darunter Depressionen und viele andere psychische Leiden, Stoffwechselkrankheiten wie Adipositas und Typ-2-Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Schlaganfall und Herzinfarkt.
Allein die Kosten, die das Gesundheitssystem durch eine ganzjährige Beibehaltung der Normalzeit (Mitteleuropäische Zeit, MEZ) einsparte, wären logischerweise immens. Till Roenneberg, Professor für Chronobiologie an der Ludwig Maximilians Universität München, schreibt dazu in der beigefügten Stellungnahme zur „Sommerzeit aus Sicht der chronobiologischen Medizin“: „Die Kosten, die sich aus dem Leben gegen die innere Uhr und aus Schlafproblemen ergeben, werden für Deutschland auf fast 60 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.“ Zumindest ein Teil dieser Kosten könnte durch die Abschaffung der MESZ eingespart werden.
Die Zeit wird übrigens am kommenden Wochenende – anders als der üblicherweise verwendete Begriff „Zeitumstellung“ suggeriert – nicht verändert. Alle Menschen stehen wegen der
verstellten Uhren eine Stunde früher auf. Am Abend fällt es ihnen aber wegen ihrer vom unveränderten Sonnenstand (da die Zeit ja nicht verändert wurde) justierten biologischen
(inneren) Uhren schwer, eine Stunde früher einzuschlafen. Entweder gehen sie bezogen auf die Zeit auf ihren Uhren später zu Bett als während der Normalzeit oder sie liegen länger
wach, bevor sie einschlafen – oder sogar beides. In jedem Fall ist die Folge, dass sie weniger Schlaf
bekommen als wenn die Uhren nicht verstellt worden wären. Und das gilt übrigens nicht nur für die Tage nach der Uhren-Umstellung sondern letztlich für die folgenden sieben Monate bis
zur Rückkehr in die Normalzeit. So lauten einige der logischen Konsequenzen aus den Erkenntnissen der Chronobiologie – jener Disziplin, deren Vertreter sicher nicht ohne Grund im Jahr
2017 den Medizin-Nobelpreis erhalten haben (PM des Nobelkomitees: https://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/2017/press.html).
Chronobiologen fanden heraus, dass unsere inneren Uhren sich darauf einstellen, wann die Sonne ungefähr am Höchststand steht. (Tageslicht am Morgen stellt die inneren Uhren vor, Tageslicht am Abend stellt sie zurück.) Daran ändert sich durch die Uhren-Umstellung nichts.
Was sich ändert, ist, wie bereits erwähnt, dass wir in der MESZ eine Stunde früher aufstehen und abends nur selten eine Stunde früher einschlafen können. Genau das nennt man einen sozialen Jetlag, und der ist schlafraubend und ungesund (siehe dazu die Stellungnahme von Till Roenneberg oder auch sein Buch „Wie wir ticken“, Dumont 2012). Letztlich verstärkt die Uhren-Umstellung im März also die ohnehin schon negativen Folgen des schlafgefährdenden Lebens in der modernen 24/7-Gesellschaft wie Schicht- und Nachtarbeit, zu frühe und unflexible Schul- und Arbeitszeiten sowie mangelhafte Pausen- und Freizeitkultur.
Hinzu kommen die direkten Folgen der Uhren-Umstellung: In den Tagen danach häufen sich Verkehrsunfälle, Arztbesuche und Herzinfarkte. Vermutlich ist im März hauptsächlich der Schlafmangel wegen der verkürzten Nacht daran schuld, denn es gibt Hinweise, dass die Umstellung im Oktober sogar positive Effekte hat, etwa eine Verringerung der Herzinfarktrate in den kommenden Tagen.
Von Befürwortern der Uhren-Umstellung wird häufig argumentiert, wir würden uns ja auch auf Fernreisen sehr schnell an eine Umstellung um eine Stunde oder mehr anpassen. Doch dabei handelt es sich tatsächlich um eine biologisch gewollte und äußerst sinnvolle Anpassung unserer inneren Uhren an die äußere Zeit, vorgegeben durch den Lauf der Sonne. Genau der Umstand, dass uns das so gut gelingt, belegt deshalb das Gegenteil von dem, was er belegen soll: Er zeigt, wie schwer es vielen Menschen fallen muss, sich an die so genannte Sommerzeit zu gewöhnen. Diese ist nämlich eine Verstellung der Uhren, ohne dass die Sonne Ihren Lauf verändert. Die jetzige Situation entspricht letztlich einer Flugreise in eine andere Zeitzone, bei der man leider vergessen hat, die Uhr umzustellen und deshalb permanent zur falschen Zeit aufsteht und zu Bett geht.
Ein zweites Argument vieler Befürworter der MESZ lautet, wir hätten wegen des früheren Aufstehens abends eine Stunde mehr Freizeit, die wir zum Teil am Tageslicht verbringen, was wiederum gesund sei. Leider geht diese Rechnung wie bereits beschrieben zulasten unseres Schlafs. (Noch viel schlimmer als der jetzige Zustand wäre deshalb auch die ganzjährige Einführung der MESZ, wie sie derzeit wieder von manchen Politikern gefordert wird.) Einzig sinnvoll scheint hingegen, die Uhren in der Normalzeit, MEZ, zu belassen, und vermehrt während Pausen am Vormittag oder vor der Arbeit bzw. der Schule ans Tageslicht zu gehen.
Denn Licht am Morgen und Vormittag hat biologisch gesehen die gegenteilige Wirkung als Licht am Nachmittag und Abend. „Die Sommerzeit sattelt für sieben Monate bei den meisten Menschen eine weitere Stunde auf den bereits bestehenden sozialen Jetlag drauf“, weiß Chronobiologe Roenneberg.
„Untermauert“ sei diese Aussage durch „begutachtete wissenschaftliche Literatur“. Dass diese Tatsachen noch keine politischen Folgen hätten, lasse vermuten, dass „Politiker diese Zusammenhänge nicht kennen oder nicht begreifen“.
Hubertus Hilgers: Arzt in Erlangen und Initiator der bislang größten Gesundheitspetition MOMO zur „Beibehaltung der Normalzeit und Abschaffung der Sommer-Zeit-Verordnung“ (bis heute mehr als 94.500 Unterzeichner; www.sommerzeit-abschaffen.de)
Dr. rer. nat. Peter Spork: Wissenschaftsjournalist und Autor mehrerer Bücher über
Schlafforschung und Chronobiologie („Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene
Gesellschaft“, Hanser oder dtv; www.peter-spork.de)
25.03.2018__________________________
Produktlinks (amazon.de):

Kurt Niel (Samstag, 24 Oktober 2020 18:12)
Fast alle Lebewesen richten sich seit deren Entstehung vor Milliarden von Jahren nach dem Sonnengang auf der Erde. Die Menschen setzen das seit Millionen Jahre fort. - Deshalb noch revolutionärer: Ich denke, dass sich die ganze Welt auf zwei Zeitskalen einigen sollte: die lokale Zeit WOZ (Wahre Ortszeit), also die nur aufgrund des Sonnenstands bestimmte Zeit mit Mittag jeweils dann, wenn die Sonne am höchsten steht. Und als zweite Zeit die Universalzeit (UTC) zur Synchronisierung von globalen Ereignissen wie Verkehrsplänen, länderübergreifenden Terminen, Satellitensteuerungen etc. Die Technologie ist dabei nicht das Problem - wir haben schon alles, was wir dazu brauchen.
ann ceusters Belgien (Mittwoch, 01 Juli 2020 21:38)
Sehr klug und einfach. Einfach zu verstehen. gut geeignet für Website